[openbenno-users] div. probleme
Olaf Albrecht
albrecht at ferdinand-lusch.de
Mon Jun 29 09:17:20 CEST 2009
Hallo Stefan!
Generell hast du Recht und auch ich bevorzuge Open Source, sofern sie
auch Formate verwenden, die sich jeder Zeit problemlos mit anderer
Software wieder verarbeiten lassen. Ich habe eine Abneigung gegen
geschlossene Systeme, aber wenn nun mal OpenBenno nicht das Gelbe vom Ei
ist, hilft es mir auch nicht weiter.
Es fehlt klar an Dokumentationen. Es werden hierbei Dinge vorausgesetzt,
die ich mir nicht aus dem Ärmel schütteln kann, da ich die
Grundvoraussetzungen nicht kenne - die sich in einer ordentlichen Doku
nachlesen ließen. ;-) Die Einrichtung ist eine Katastrophe. (Von
Installation kann man ja nicht reden, da es sich um "kopiere hier und
ändere da" handelt.) Ich denke, dass man nun die nötigen Schritte von
der Community erledigen lassen möchte. (Arbeitskräfte sparen? Man weiß
es nicht.) Ich bin immer gerne bereit, bei solchen Aufgaben zu helfen.
Wenn aber eben die Grundlage schon fehlt (Hatte ich Doku schon
erwähnt?), soll ich anfangen, mir sämtliche Quelltexte durchzulesen und
zu verstehen, bevor ich anfangen kann, ein ablauffähiges System
hinzukriegen? Dann kann ich das Ding auch selber Programmieren.
Ach, wo ich gerade so beiläufig von Dokumentationen sprach... Es stand
in den News, dass OpenBenno revisionssicher ist. Lese ich die dafür
nötigen Anforderungen/Gesetze, so kann ich das bei Benno nicht
nachvollziehen. Sinnvoll wäre hier eine Seite Dokumentation, auf der
technische Details erläutert würden. Wie wird Revisionssicherheit
gewährleistet? Wie erzeuge ich einen eigenen Schlüssel oder binde einen
bestehenden für die Signatur ein? Welche Formate werden verwendet? Was
sind die grundlegenden Systemanforderungen? etc...
Ok! Keine Grundsatzdiskussion. Und dennoch: Ich sehe bei OpenBenno noch
gravierende Mängel, die jetzt von der Community ausgebügelt werden
sollen, damit die Kaufversion richtig knackig wird. Ich möchte die
Bezeichnung Faulheit an dieser Stelle nicht gerne ins Spiel bringen.
Vorschlag an die Betreiber:
Eine sinnvolle Dokumentation (!) mit technischen Angaben und Bezug auf
die in Deutschland (Benno kommt nun mal von hier) geltenden Grundsätze
(GDPdU). Dann ein Installationsskript (das ist schnell erledigt, wenn
man weiß, was in welchen Quelltexten angefasst werden muss), das die
nötigen Verzeichnisse und Links anlegt, Anforderungen prüft und Skripte
anpasst. Schon hätte man eine Software, die sich schnell installieren
und für das erste Arbeiten einrichten lässt, ohne dass man einen
Java-Führerschein haben muss oder erst das Ziel der Entwickler
nachverfolgen muss.
Gruß
Stefan Dorn schrieb:
> Olaf Albrecht schrieb:
>
>> Für's erste vielen Dank an alle!
>>
>> Ich werden Benno nun wieder vom Server schmeißen. Das ist eine sehr
>> unreife Geschichte und ich möchte mich auch nicht Ewigkeiten mit der
>> Konfiguration oder Anpassung irgendwelcher Skripten befassen, die
>> eigentlich so sein sollten, dass sie an sich laufen.
>>
>> Als große Hoffnung, dass Benno eine Open Source E-Mail-Archivierung ist,
>> die man bevorzugter Weise proprietärer Software vorziehen kann, hat sich
>> leider für mich nicht bestätigt, ohne dass man das gute Stück halb neu
>> schreiben muss, damit es endlich läuft. Ebenso kommt bei mir der
>> Verdacht auf, dass das Projekt auf diese Art und Weise nicht ewig weiter
>> entwickelt wird, was bei einer Archivierungssoftware natürlich elementar
>> wichtig ist. Werde wohl nun doch eine abgeschlossene Lösung nehmen müssen.
>>
>
> hallo olaf,
>
> ein paar punkte vorneweg:
>
> a) ich bin auch "nur" user von openbenno.
> b) ich will hier keine grundsatzdiskussion fuehren.
>
> ein "kaufprodukt" muss nicht unbedingt die bessere loesung sein. oder
> andersrum ausgedrueckt, kann ein kaufprodukt definitiv die schlechtere
> wahl sein. aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass man damit so
> richtig auf die nase fallen kann.
> was machst du, wenn der hersteller pleite geht und dir bei problemen
> mangels quelltext so garniemand weiterhelfen kann? das firmen von der
> bildflaeche verschwinden geht ja heutzutage ganz schnell und ohne, dass
> man davon was mitbekomt. wenn du dann keinen quelltext hast und keinen
> programmierer mit der problemloesung beauftragen kannst.... was dann?
> ich habe auch schon gesehen, dass echt schlechte und nicht
> funktionierende software fuer ein haufen geld angepriesen und verkauft
> wird.
>
> ich persoenlich hatte auch andere erwartungen, als ich ueber die
> pressemitteilung von openbenno gestolpert bin. eigentlich dachte ich,
> dass die linux freaks und admins dieser welt dem projekt die tuer
> einrennen. aber anscheinend ist der bedarf noch nicht wirklich vorhanden
> oder es haben nicht genuegend mitbekommen.
>
> ein opensource projekt lebt halt auch vom "mitmachen". testen und bei
> problemen aufgeben bringt ist da nicht zielfuehrend.
> verstaendlicherweise kann nicht jeder ueberall mitmachen. genauso hat
> auch jeder unterschiedliche rahmenbedingungen und ziele. ich persoenlich
> verfolge openbenno auf jeden fall weiter ;-)
>
> gruss
> stefan
> _______________________________________________
> users mailing list
> users at openbenno.org
> https://www.openbenno.org/mailman/listinfo/users
>
>
>
--
Mit freundlichem Gruß
i. A. Olaf Albrecht
- Systemadministrator -
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Fax: +49 (521) 9417 228
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